World in a bucket

Hamburg: Meine Top 20 Sehenswürdigkeiten
in der Hansestadt

Ob Tagestrip, Wochenende oder ganzer Urlaub – du willst das meiste aus deinem Ausflug nach Hamburg holen. Kein Problem! In diesem Beitrag findest du meine Top 20 Sehenswürdigkeiten, die man in Hamburg erlebt haben muss. Ich habe alle Sehenswürdigkeiten so sortiert, dass sie geografisch nah beieinander liegen. So kannst du an einem Punkt einsteigen und erreichst die darauf folgende Sehenswürdigkeit in der Regel fußläufig. Also lass uns ohne lang zu schnacken direkt einsteigen!

Inhaltsverzeichnis

Werbehinweis: Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks.

Alle mit Sternchen* gekennzeichneten Links dieses Beitrags sind Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst oder buchst, dann erhalte ich eine kleine Kommission dafür. Für dich ändert sich dabei aber nichts und es entstehen auch keine Kosten oder ähnliches. Durch einen Klick auf diese Links habe ich die Chance diesen Blog zu finanzieren. Daher schonmal vorab ein riesen Dankeschön ♥

Jungfernstieg & Binnenalster

Blick von der Lombardsbrücke auf den Jungfernstieg

Wir starten unsere Tour am Jungfernstieg. Hier kannst du sowohl einen Blick auf die Binnenalster mit Alsterfontäne erhaschen (im Bild rechts) als auch die Alsterarkaden im venezianischen Stil betrachten, wenn du in Richtung Rathaus (zweiter Turm von links im Bild) gehst. Ebenfalls ist die Lombardsbrücke (Standpunkt der Kamera) von hier aus zu sehen. Also der perfekte Einstieg, um einen ersten Eindruck gleich mehrerer Sehenswürdigkeiten in Hamburg zu erhalten.

Das Hamburger Rathaus

Binnen weniger Minuten gerätst du vom Jungfernstieg aus zum Rathausplatz. Das Hamburger Rathaus macht äußerlich viel her, hat aber auch im Inneren dank allerhand kostenloser Ausstellungen viel zu bieten. Den Ausstellungsplan findest du hier. Kostenpflichtige Führungen können ebenfalls ohne Voranmeldung vor Ort gebucht werden. Über Preise und Zeiten kannst du dich hier vorab informieren.

Das Chilehaus

Das Chilehaus wurde in den 1920er Jahren erbaut und ist ein sehr spitz zulaufendes Kontorgebäude, welches sich im sog. „Kontorhausviertel“ Hamburgs befindet. Dieses Viertel wurde gemeinsam mit der Speicherstadt (Nummer 5) im Jahr 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Grund hierfür liegt vor allem in der großen Bedeutung dieser Orte für den Aufstieg Hamburgs als einer der bedeutendsten Häfen der Welt.

Ruine der Hauptkirche St. Nikolai - Mahnmal St. Nikolai

Kirche St. Nikolai. Links: Handzeichnung ca. 1835, mitte: Neubauentwurf von 1846, rechts: Bild aus 2021

Die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai unterlag im Verlauf der Geschichte großem Wandel. Errichtet als kleine Kapelle 1195 wurde sie in den folgenden Jahren stets erweitert bis sie schließlich 1835 wie links im Bild aussah. 1842 ereignete sich ein Großbrand, der die Kirche weitgehend zerstörte. Daraufhin wurde sie in neuem Stil wieder aufgebaut. Der endgültige Entwurf von G. G. Scott hierzu befindet sich in der Mitte des Bildes. Während des zweiten Weltkriegs wurde die wieder aufgebaute Kirche durch Fliegerbomben erneut stark beschädigt. Der Senat fasste den Beschluss, die Ruine als Mahnmal den Kriegsopfern zu widmen. Somit sieht sie heutzutage vergleichsweise mitgenommen aus (rechts im Bild).

Hamburger Speicherstadt

speicherstadt hamburg sehenswuerdigkeit
Von dem Mahnmal St. Nikolai aus kommt man über einige Brücken schnell in die Speicherstadt. Diese ist als größter zusammenhängender Lagerhauskomplex der Welt bekannt. Wegen der erheblichen kulturellen Bedeutung gilt die Speicherstadt seit 2015 als UNESCO-Weltkulturerbe. Da sämtliche Bauwerke noch sehr gut erhalten sind, ist ein Spaziergang durch die Gassen sehr schön. Alternativ kann ich dir die Hafenrundfahrt ans Herz legen. Hier bekommst du sowohl die Speicherstadt als auch den Hafen auf einer kleinen Fähre von einem Tourguide gezeigt. Ich persönlich kann diese Rundfahrt von GetYourGuide empfehlen:

Rundfahrt durch Hafen & Speicherstadt*

Elbphilharmonie aka "Elphi"

Wer A sagt, der muss auch B sagen – das Sprichwort trifft wohl auf die meisten Besucher zu, die bei Hamburg sofort an die Elbphilharmonie denken. Und das zurecht! Nach jahrelangem Bau steht sie nun endlich in voller Pracht in der Hafencity direkt an der Elbe. Die Verglasung soll durch Wölbungen Wasser nachahmen, in welchem die Sonne glitzert, wenn sie scheint. Mittig auf dem Bild ist der Elphi Plaza zu sehen: 37 Meter Höhe verschaffen dir einen grandiosen Ausblick über den Hafen – und das ganz kostenlos! Die Tickets kannst du vor Ort kaufen, allerdings ist das kostenlos Kontingent tägl. begrenzt.

Marco-Polo-Tower & Terrassen

Marco Polo Tower Hafencity Sehenswürdigkeit

Fußläufig von der Elbphilharmonie erreichbar ist der Marco-Polo-Tower samt Marco-Polo-Terrassen. Das 55 Meter hohe Gebäude ist nicht zuletzt wegen des ungewöhnlichen Erscheinungsbildes eines der Aushängeschilder der HafenCity. Der komplette Tower ist ein Wohngebäude, das sich nur ein sehr wohlhabendes Klientel leisten kann. Es gibt viele Gerüchte, welche Prominente hier angeblich wohnen – Bei einer Hafentour werdet ihr sicherlich den ein oder anderen bekannten Namen vom Guide hören.

Landungsbrücken

Hamburger Landungsbrücken
Hamburg Landungsbrücken Sonnenuntergang

Landungsbrücken – einer meiner absoluten Favoriten der Top 20 Sehenswürdigkeiten Hamburgs. Als Dreh- und Angelpunkt für Schiffsverkehr kannst du an kaum einem Ort  so viele verschiedene Seiten der Hansestadt erleben, wie hier. Bei einer Hafenrundfahrt kommst du binnen Minuten in den Hamburger Hafen für Containerschiffe, Speicherstadt und die HafenCity. Auch weitere an der Elbe gelegenen Sehenswürdigkeiten, wie der Fischmarkt, Elbstrand, Elbtunnel oder das Docklands sind nur einen Katzensprung entfernt. Und nicht zu vergessen – Fischbrötchen gibt es hier natürlich auch an jedem Stand.

Hamburger Hafen

Sehenswürdigkeit Hamburger Hafen für Containerschiffe

Der Hamburger Hafen samt seiner Containerschiffe ist gigantisch – kein Bild könnte jemals die schiere Größe aller Fahrzeuge, Schiffe und Geräte im Hafen einfangen. Es ist unglaublich, wie viele Schiffe in Übergröße hier entladen werden. Das führt einem vor Augen, wie viel wir in Deutschland eigentlich konsumieren. Auf manche Containerschiffe der chinesischen Reederei COSCO passen sogar bis zu 20.000 Standardcontainer. Bei einer Hafenrundfahrt könnt ihr diesen Giganten mit Glück aus der Nähe betrachten.

Alter Elbtunnel

Alter Elbtunnel Fußgänger Sehenswürdigkeit Hamburg

Eingebettet in die Landungsbrücken findest du den alten Elbtunnel, welcher zu Fuß und mit dem Fahrrad kostenlos durchquert werden darf. In fast 24 Metern Tiefe führt er dich auf einer 426,5 Meter langen Strecke bis zu der Elbinsel Steinwerder. Eröffnet wurde er im Jahr 1911. Auch heute besticht er noch durch den Charme seiner vielen Kacheln, die an vergangene Zeiten erinnern. Diese wurden in den letzten Jahren anhand Denkmalvorgaben restauriert und erstrahlen nun in neuem Glanz!

Altonaer Fischmarkt

Altonaer Fischmarkt Auktionshalle

Der Altonaer Fischmarkt beginnt kurz hinter dem alten Elbtunnel in direkter Nähe der Landungsbrücken. Auf dem Bild zu sehen ist die Fischauktionshalle, in der du jeden Sonntag von 6 bis 12 Uhr Fisch und Gemüse kaufen kannst. Aber auch draußen gibt es allerhand Stände unter freien Himmel mit großer Auswahl und natürlich den typischen Marktschreiern, deren Angebote du schon meterweit vor dem Stand hören kannst.

Dockland

Vom Fischmarkt aus kommst du sehr schnell zum Dockland – dazu kannst du mit HVV-Ticket einfach am Anleger vor der Fischauktionshalle in die Linie 62 Richtung Finkenwerder einsteigen. Die erste Station ist das Dockland. Falls du dir noch keine Tageskarte vom HVV geholt hast, würde ich es spätestens jetzt tun, denn für den Rest unserer Hamburg Top 20 Sehenswürdigkeiten legen wir größere Strecken zurück. 

Das Dockland ist ein Bürogebäude, dessen verzerrte Form an ein Schiff erinnert. Auf der hinteren Seite (Bild links) sind öffentlich zugängliche Treppen, die du erklimmen und den Ausblick genießen kannst.

Museumshafen & Elbstrand

Elbstrand Schiffe Hamburg

Vom Dockland aus wieder rein in die Linie 62 Richtung Finkenwerder und ab zur nächsten Station: Neumühlen/Övelgönne. Hier findest du einen Museumshafen mit restaurierten Schiffen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ein Stück weiter beginnt dann auch schon der Elbstrand, welcher sich 13 Kilometer flussabwärts erstreckt und zum Verweilen einlädt. Hier fahren öfter große Containerschiffe vorbei – etwas, das man außerhalb Hamburgs definitiv nicht alle Tage sieht, wenn man am „Strand“ liegt. Mit etwas Glück siehst du sogar die AIDA einfahren.

Hauptkirche St. Michaelis aka "Michel"

St. Michaelis Hamburg Kirche Wahrzeichen

Unsere wichtigsten Wasser-Sehenswürdigkeiten in Hamburg haben wir nun abgehakt, daher fahren wir jetzt wieder mit der Linie 62 zurück zu den Landungsbrücken. Von hier aus erreichst du zu Fuß unseren Hamburger „Michel“, die Hauptkirche St. Michaelis. Wahrscheinlich siehst du den Turm bereits von den Landungsbrücken aus. Die Spitze kann zu Fuß oder per Fahrstuhl erreicht werden.

Tanzende Türme & Große Freiheit Hamburg

Reeperbahn Tanzende Türme Große Freiheit Hamburg

Unweit vom Michel findet sich die Reeperbahn – sie beginnt am Reeperplatz, den du bereits von weitem durch die sog. „tanzenden Türme“ lokalisieren kannst. Die Reeperbahn bietet allerhand Clubs für nächtliche Abenteuer und ist vor allem abends eine Erkundung wert! Rechts im Bild siehst du die Seitenstraße „Große Freiheit“, welche eine der beliebtesten Feierorte Hamburgs ist.

Feldstraßenbunker St. Pauli

Zu der Geschichte Deutschlands gehören auch Bunker – davon ist Hamburg nicht ausgenommen. Im zweiten Weltkrieg wurde dieser Hochbunker nicht zuletzt auch durch Einbezug tausender Fremd- und Zwangsarbeiter errichtet. Heutzutage wird er u. a. als Veranstaltungsstätte für Poetry Slam Events und Partys genutzt. Ebenfalls bietet er Proberäume für Musiker. Auf hamburg.de wird geschrieben „Der ehemalige Flakbunker ist Mahnmal und Ort der Kreativität zugleich“ – das bringt es auf den Punkt.

Planten un Blomen Park

Planten un Blomen Park Hamburg

Das plattdeutsche „Planten un Blomen“ kann als „Pflanzen und Blumen“ auf Hochdeutsch übersetzt werden und wie du bereits erahnst ist der Name hier Programm. Neben einer großen Fülle vielfältiger Flora finden sich auch allerhand schön angelegte Bäche, ein großer See mit Wasserlichtkonzerten, Statuen und sogar Spielplätze für Kinder. Hier hast du Raum zum durchatmen und vergisst glatt, dass du dich in einer Großstadt befindest.

Außenalster

Wenn du Hamburg auf einer Karte betrachtest, wirst du mittig eine große Menge an Wasser entdecken – der See unserer Außenalster. Um diesen gibt es rund herum Gehwege, sodass du um den kompletten See spazieren kannst. Aber auch für einen kurzen Abstecher bieten sich zahlreiche Bänke, auf denen man sitzen und den Ausblick genießen kann.

Stadtpark & Planetarium

Hamburg Sehenswürdigkeit Planetarium Stadtpark Winterhude

Der Stadtpark ist ein 148 Hektar großer Park in Winterhude. Dort findet sich der Stadtparksee, welcher per Kanu oder SUP über einen der zahlreichen Alster-Nebenkanäle im Sommer befahren werden kann. Ebenfalls finden sich hier (ähnlich wie in Planten un Blomen) zahlreiche themenbasierte Minigärten. Das größte Highlight ist wohl das Planetarium, welches eine Projektionskuppel mit Durchmesser von über 20 Metern besitzt.

Treppenviertel Blankenese

Blankenese Treppenviertel Abenteuer

Das Treppenviertel befindet sich in Blankenese und ist somit von allen Sehenswürdigkeiten am weitesten vom Hamburger Stadtzentrum entfernt. Nichtsdestotrotz ist es absolut sehenswert! Blankenese war früher mal ein kleines Fischerdorf und ist heute als eine der teuersten Wohngegenden Hamburgs bekannt. Die meisten Häuser des Treppenviertels sind laut Wikipedia allein durch Treppen erreichbar, denn es gibt nur wenige Straßen. Zwischendurch sieht man immer mal wieder kleine Cafés und Restaurants, in denen man Rast machen kann.

Das Treppenviertel empfehle ich vor allem als Tagesausflug, da es doch eine ganze Weile dauern kann, sämtliche Gassen zu erkunden.

Fazit

Das waren aus meiner Sicht die Top 20 Sehenswürdigkeiten in Hamburg. Wie viele Tage braucht man nun, um Hamburg zu erkunden? Wenn du alle o. g. Sehenswürdigkeiten entdecken möchtest, empfehle ich dir, eine Woche in unserer Hansestadt zu verbringen. So kannst du ohne Stress jeden Tag einen anderen Ort erkunden. Beispielsweise in foglender Aufteilung:

  • Tag 1: Hafen & direkte Umgebung
  • Tag 2: Tour durch St. Pauli und die Reeperbahn
  • Tag 3: Jungfernstieg und Außenalsterspaziergang
  • Tag 4: Kanutour, Stadtpark und Planetarium
  • Tag 5: Geschichtstour durch Innenstadt (Kontorhausviertel, Mahnmal St. Nikolai, etc.)
  • Tag 6: Entspannen im Planten un Blomen Park
  • Tag 7: Tagesausflug zum Treppenviertel Blankenese
 
Falls du nur ein Wochenende in Hamburg verbringen möchtest, such dir einfach selbst die für dich wichtigsten Orte heraus. Die meisten von Hamburgs Top 20 Sehenswürdigkeiten wirst du erkunden können, wenn du dich am ersten Tag auf die Speicherstadt und den Hafen konzentrierst. Am zweiten Tag würde ich dann die Innenstadt samt Kontorhausviertel und Reeperbahn erkunden.
Teilen:
Facebook
Pinterest
WhatsApp
Email

Noch mehr zu sehen